Die Geschichte der Stadt

Geschichte

Die Stadt Wilhelmshaven erhielt ihren Namen 1869, vier Jahre später wurden die Stadtrechte verliehen. Um einen Kriegshafen mit Werft bauen zu können, hatte Preußen vom Großherzogtum Oldenburg eine Fläche von über 300 Hektar an der Jade erworben. Der Kauf war 1853 vertraglich besiegelt worden. Es zeigte sich indes schon bald, dass dieses Areal für die militärischen Anforderungen zu klein war. Der preußische Fiskus verfiel auf die Idee, über Strohmänner zusätzliches Land zu kaufen, um Bodenspekulationen vorzubeugen. Aber auch weitsichtige private Geschäftsleute erkannten ihre Chance: Sie kauften Land, errichteten Wohnraum darauf und vermieteten diesen an die Marine oder an die Werft. Den wirtschaftlichen Höhen folgten ebensolche Tiefen, die Dominanz von Marine und Werft verlor sich.

Als neuer Akteur auf dem Immobilienmarkt trat nach dem Zweiten Weltkrieg die Stadt Wilhelmshaven auf. Natürlich hatten schon ihre Vorgängerinnen eine vorausschauende Immobilienstrategie verfolgt, doch nun gesellten sich dazu der Wiederaufbau und die Neubauplanungen. Im Mittelpunkt stand dabei bezahlbarer Wohnraum, aber auch das Stadtbild konnte nachhaltig beeinflusst werden.

Bis heute hat sich bewährt, dass die Kommune Grundstücke in eigener Hand vorhält. Zumindest ein Stück weit kann sie damit Einfluss auf den freien Grundstücksverkehr nehmen und Bauwilligen zu passenden Flächen verhelfen. Durch den Zusammenschluss von Hochbauamt und Liegenschaftsamt wurden Kompetenzen gebündelt und effektive Möglichkeiten der zielgerichteten Grundstücksbewirtschaftung und -vermarktung geschaffen.

Mit der Eröffnung des JadeWeserPorts wird ein neues Kapitel in der Wilhelmshavener Stadtgeschichte aufgeschlagen – der Eigenbetrieb GGS wird mit seinem modernen Marketingkonzept einer der Akteure sein.